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Mittwoch, 15. August 2007
Ein Alptraum für Datenschützer
Von ra_feltus, 14:48

Wer gut im Internet recherchiert, hat schon immer erstaunliche Dinge über seine Mitmenschen herausgefunden. Mit der neuen Suchmaschine spock.com wird es jetzt noch einfacher, mit wenigen Klicks alle Informationen zu finden, die über einen Menschen im Internet verfügbar sind. Seit einer Woche online, ist der Internet-Dienst des kalifornischen Start-Up-Unternehmens spock.com explizit auf Personensuche spezialisiert. Die Suchmaschine streckt ihre digitalen Tentakel nach allen Informationen aus, die im Internet über eine Person öffentlich verfügbar sind.
(...)
Auf den ersten Blick ist der Unterschied zur Suchmaschine Google nicht sehr groß. Doch anders als dort stellt spock.com nach eigenen Angaben nur personenrelevante Daten zusammen. Dazu durchforstet spock.com, kurz für "Single Point of Contact and Knowledge", Social-Networking-Seiten wie MySpace, Facebook oder Xing und findet so die Informationen, die eine Person über sich selbst ins Netz gestellt hat - und auch alle anderen Fakten, die irgendwann einmal ins Internet eingespeist wurden.
Praktisch, finden die einen - endlich ein Überblick, mit dessen Hilfe man überprüfen kann, ob Gesprächs- und Geschäftspartner im Netz seriös sind, was dahinter steckt. Wer viel im Netz arbeitet und publiziert, für den könnte das Spock-Profil eine zweite Visitenkarte werden.
Für Datenschützer dagegen ist spock.com ein Alptraum. Denn in einer Zeit, in der immer mehr Informationen über Privatpersonen im Netz herumgeistern, haben Werbetreibende, Stalker und Ermittler dank spock.com noch leichteres Spiel als ohnehin schon.
(...)
Wem die eigene Privatsphäre wichtig ist, sollte in Zukunft etwas genauer überlegen, welche Informationen er über sich ins Netz stellt - beziehungsweise welche er öffentlich zugänglich macht. Wer Internetdienste nutzt, sollte zudem die Einstellungen zum Datenschutz, die sogenannten Privacy-Settings, ein wenig durchsehen. Häufig genügt es schon, wie im Fall von Social Networking-Diensten wie StudiVZ oder dem amerikanischen Facebook, das eigene Profil auf "nicht-öffentlich" umzustellen - oder sich eben gar nicht erst eintragen.
Ansonsten dürfte es die eine oder andere Überraschung geben, wenn die Suchroboter von Spock längst verschollen geglaubte Daten wieder ausgraben. Ob in Foren, Weblogs oder Social Networking-Diensten: Das Internet vergisst nichts. Doch das war ja eigentlich auch schon vor dem Start von spock.com bekannt.

Quelle: taz.de

Wenn man also nicht mehr weiß, wer man ist, dann kann man sich dort Hilfe holen. Wie praktisch.......

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