Du befindest dich in der Kategorie: Allgemeines Montag, 05. Dezember 2005
Die Legende von den Gefangenentransporten
Die Welle der geheimen Gefangenentransporte (siehe unten) schlägt weiter ihre Wogen. So berichtet die Sueddeutsche Zeitung, dass bereits vor 1 ½ Jahren der damalige Innenminister Schilly von einer irrtümlichen Verschleppung eines deutschen Staatsbürgers durch den amerikanischen Botschafter informiert worden war. Es wurde damals unter den Beteiligten um Stillschweigen gebeten, aber nicht um zukünftige Verwechslungen zu vermeiden, sondern um die Praxis weiter beibehalten zu können. Auch wenn diesbezüglich keine Billigung durch die Bundesregierung erfolgte, so wusste die Regierung zumindest über die Praktiken bescheid. Dies lässt schon alleine Zweifel aufkommen. Es ist nun jedem klar, dass dort wo ein Geheimdienst seine Finger mit im Spiel hat Verfassungsmäßigkeit ein Fremdwort ist. Aber toleriert werden sollten solche Auswüchse zumindest nicht. Die amerikanische Außenministerin Rice verteidigte nun nach Angaben der FAZ die Praktiken. Es klingt dabei wie Hohn, wenn sie zur Verteidigung anführt, dass der Geheimdienst Leben gerettet hätte und dass das Ziel welches man verfolge doch nur die Verhinderung von terroristischen Straftaten sei. Dabei bliebe es jedem Staat selbst überlassen, ob er mit den USA zusammen arbeite. Das die USA durchaus auch jetzt noch immer alleine den Kreuzzug gegen das Böse betreibt und irgendwelche Phantome jagt ist bekannt. Lächerlich ist es nur wenn man ließt, dass die Außenminister beteuert, dass unter keinen Umständen, egal in welchem Land man Gefangene festhielte Folter betrieben würde. Nein es ist keine Folter, wenn ich Menschen das letzte nehme was sie haben, nämlich die Menschenwürde, es ist auch keine Folter wenn ich moslemischen Gefangenen extra Schweinefleisch gebe, sie zwingen gegen ihre religiösen Regeln zu verstoßen, sie der Lächerlich preisgebe, oder eben speziell entwickelte Verhörmethoden anwende. Vielleicht sollte man der ahnungslose Frau erklären, dass Folter nicht nur die Daumenschreuben oder dergleichen ist, sonder dass Folter auch wenn sie im Mittelalter weit entwickelt wurde, in ihrer Erscheinungsform der heutigen Welt angepasst angewendet wird.
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